Grundregeln für das Angeln in Schweden

Angeln in Schweden und einige Grundregeln



Für Angler ist Schweden ein Paradies und damit es auch so bleibt,
sollte man im Interresse des Tier - und Naturschutzes und der
Arterhaltung folgende Grundregeln kennen und unbedingt beachten .

Um in Schweden angeln zu dürfen ,bedarf es eines Angelscheines
( Fiskekort ) ,
diese sind je nach Gewässer unterschiedlich im Preis .

Einen Fischereischein mit Prüfung , wie (umständlicherweise) in Deutschland , benötigt man in Schweden nicht.

In Schweden sieht man es gerne ,wenn man im Interresse
der Arterhaltung , den Fang schonend zurücksetzt,
es ist keine Pflicht !

Man kann natürlich 1 - 2 maßige Fische entnehmen .

Es gibt auch Put and Take -Gewässer ,in denen Fische eingesetzt werden.
Dort kann mann entweder innerhalb 24 h eine begrenzte Anzahl
Fisch entnehmen oder der Preis richtet sich nach geangelten
Kilogramm.

An den Küsten ,sowie die großen
Seen Vättern , Vänern , Hjälmaren , Mälaren , Storsjön ist
das Befischen größtenteils kostenlos.
(Das Lachsangeln an der Norrlandküste ist nicht gestattet)

Auch in den großen Seen gibt es Bestimmungen insbesondere
für das Lachsangeln!
Nicht jede Art Lachs darf entnommen werden !

Privatgewässer unterliegen gesonderten Bestimmungen , die der Einwilligung des Eigentümers bedarf .

Erlaubt sind meist alle von Hand geführten Ruten .
Die Bestimmungen stehen meistens auch auf der fiskekort drauf.
Auch wieviel Ruten und mit welchem Köder beangelt werden darf !

Angelkarten bekommt man unter dem oben zu sehendem
Zeichen .

Dort erfährt man auch Schonzeiten und Mindestmaße sowie
Bestimmungen für das Schleppen/Trolling .


An manchen Gewässern gibt es auch Zahlboxen ,in denen man den Betrag einwirft und (auf Vertrauensbasis) seine Fiskekort entnehmen kann .


Halte das Wasser sauber , verletze die Fische nicht unnötig
angle bitte nur zum Eigenverzehr oder setze sie schonend zurück
und verlasse deinen Angelplatz immer sauber !!!!
Keinen Unrat , Haken und Schnüre liegen lassen ,
andere Tiere können sich daran verletzen !!!!!!!


Seit Neuestem steht das Angeln mit lebenden Köderfisch in Schweden
unter Strafe !!! mehr unten im nächsten Absatz,
allerdings ist hier vom Eisangeln die Rede

mehr auch
hier im DGSF

Beachte die Regeln und du bist
als Angler in Schweden immer wieder willkommen...

Petri Heil



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Tierschutz verdirbt schwedischen Anglern den Spaß


Beim Eisfischen sind lebende Köder laut Gesetz verboten - auf Würmer bezieht sich das allerdings nicht

Stand 03-2006


VON HANNES GAMILLSCHEG

An schwedischen Seen ist jetzt die beste Zeit für die Eisfischerei, wenn das Wasser noch dick gefroren ist, in den Fischen aber schon Frühlingsgelüste kribbeln. Ein Loch ins Eis gehackt, die Angel reingehängt, da kann man schon einen fetten Hecht aus dem Wasser ziehen. Den richtigen Köder vorausgesetzt: am wirkungsvollsten sind kleine, quicklebendige Fische. Doch jetzt vergällt die Tierschutzbehörde den Schweden ihren Winterspaß. Die Verwendung lebender Köder sei Tierquälerei, sagt Amtsjurist Anders Gustafsson. Daher ist das Fischlein am Angelhaken ein Gesetzesverstoß.

Bei Schwedens Sport- und Hobbyfischern löste der Bescheid Zorn und Verwunderung aus. "Das ist eine Tradition seit uralten Zeiten, die lässt sich nicht einfach verbieten", sagte Kjell Petterson, Fischer aus Gävle, dem Schwedischen Rundfunk.

Köderfisch gilt als "Haustier"
Man könne zwar auch mit einem toten Köder angeln, doch der Erfolg sei bescheiden, behaupten die Experten. Denn da müsse ein Raubfisch schon sehr hungrig sein, ehe er nach einem leblos am Haken hängenden Fischlein schnappe. Doch das interessiert die Behörde nicht. "Wir wurden gefragt, welche Regeln für Köderfisch gelten", sagt Gustafsson, "da haben wir uns Tierschutzbestimmungen und Strafrecht vorgenommen, und da gab es keinen Zweifel: das ist verboten."

Das Angeln hingegen bleibt erlaubt. Warum der Köder mehr Fürsorge verdient als der Fisch, der schließlich als Beute am Haken hängt? Das Tierschutzgesetz bezieht sich nur auf Tiere in menschlicher Obhut, und das als Köder erworbene Fischchen sei gewissermaßen als Haustier zu betrachten, so die schwedische Behörde. Das Mitleid gilt jedoch nicht allen lebenden Organismen. Würmer am Angelhaken sind weiterhin erlaubt. "Der Unterschied ist das Leiden", betont der Jurist, "für einen Wurm kann das Tierschutzgesetz nicht gelten."

Würmer hätten keinen hohen Status, stellen die Tierschützer fest, doch den haben die Fische bekommen, seit die Forschung belegte, dass "selbst eine kleine Plötze Gefühle hat", wie es im Schwedischen Rundfunk hieß. Wie man freilich überprüfen wolle, ob der Köder noch zappelte, als er ins Wasser kam, weiß auch das Tierschutzamt nicht. Das wäre Sache der Kommunen, doch die haben kein Personal für die Angelkontrolle. "Aber wir gehen davon aus, dass unsere Bürger gesetzestreu sind", sagt Gustafsson.

Heringe ersticken in Trögen
Am Strand in Gävle ist Sportfischer Pettersson jedoch nicht gewillt, seine Gewohnheiten zu ändern. Dass just der Köderfisch mehr leiden soll als andere Fische, erscheint ihm unlogisch. "Man sollte sich lieber die Berufsfischer vornehmen. Dass bei denen der Hering tonnenweise in großen Trögen liegt und erstickt, ist wohl mehr Tierquälerei als der Winzling an meinem Haken."